Wasser

Die Wasserver- und -entsorgung muss eine kommunale Aufgabe bleiben, denn:
Wasser ist zwar manchmal eine Ware, vor allem aber ein menschliches Grundrecht

  • Wasser ist eine lebensnotwendige, knappe Ressource
  • Wasser ist orts- bzw. netzgebunden
  • Wasser ist allerdings auch ein Wirtschaftsgut, das gut kontrolliert sein muss

Wasser als lebensnotwendige Ressource

Ohne Wasser kein Leben. Wie schwer das tägliche Leben ohne Wasserzugang ist, kann man gut in den sog. Schwellenländern beobachten. Der Kampf ums tägliche Nass kontrolliert alles – und nach Maslow, stehen somit alle anderen Bedürfnisse hinten an. Ohne Wasser gibt es somit auch keine wirkliche Chance auf Bildung, auf Kultur und auf Frieden. Wenn der tägliche Kampf um dieses eine Grundbedürfnis so dominant wird, werden die weiterführenden Bedürfnisse gar nicht wahrgenommen. Damit werden die Entwicklungs-möglichkeiten dieser Länder gebremst!

Wasser ist ortsgebunden

Wasser ist eine ortsgebundene Ressource. Wo es wenig Wasser gibt herrscht Wassernot, denn Wasser wird nicht wie Öl durch riesige Pipelines verteilt.

Wasser als Wirtschaftsgut

Wasser ist heutzutage auch eine Ware und ein zum Teil knappes Wirtschaftsgut, das in den verschiedensten Rollen ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft ist. Wir kennen Wasser in unseren Häusern hauptsächlich als Trinkwasser und für die tägliche Hygiene. Wasser wird aber in vielen weiteren Bereichen gebraucht, als Kühlwasser in der Industrie, als Grundstoff in der Getränke- aber auch in der Kosmetikherstellung, Wasser ist für die Bewässerung der Felder wichtig, als Lebensraum für viele Tiere, als Erholungsraum für uns, Wasser begegnet uns als Abwasser, als Sickerwasser, als Regen und als Schnee. Erst, wenn man sich bewusst macht, wo Wasser alles eine immens wichtige Rolle spielt, erst dann kann man auch erkennen, wie hoch der Wirtschaftsfaktor von Wasser ist.
Noch sind Wasserver- und -entsorgung in Deutschland meist in kommunaler Selbst-verwaltung in einem geschützten Rahmen, in dem der wertvolle Grundstoff Wasser nicht qua Definition der profitorientierten Verwertung privater Organisatoren ausgesetzt ist. Und das soll auch so bleiben, denn in den kommunalen Selbstverwaltungen kann eher darüber entschieden werden, zu welchen Preisen dieser lebenswichtige Rohstoff für alle Menschen der Kommune zugänglich ist. Wenn Anbieter wie Coca Cola darüber entscheiden, müssen wir befürchten, dass nur der Wasser bekommt, der auch viel dafür bezahlt.
Das Argument, dass private Anbieter effizienter und rationeller mit dem Wasser umgehen können, kann erstens bislang nicht unter Beweis gestellt werden und zweitens hat sich gezeigt, dass auch moderne Verwaltungsstrukturen mit Hilfe guter Management-Techniken durchaus effizient arbeiten können.

 

ALLGEMEINE INFOS ZUM THEMA
DatumTitel
21.03.2007
Pressemitteilung:
22. März Weltwassertag:
Trinkwasserversorgung muss in öffentlicher Hand bleiben
03.11.2006
Positionspapier:
Wasser: Menschenrecht oder Handelsware?
Ergebnisse der Wasserprivatisierung im Ausland
27.01.2006
Hintergrundinfo:
Wasser ist keine Ware
Erklärung von Caracas

 

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