Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg
10. März 2012, 10.30-16.00 Uhr
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Bericht zum Fachgespräch barrierefreie Mobilität am 12.12.2011
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„Wir sind jung und haben ein Bedürfnis nach Mobilität!“
„Wir wollen die Mobilität von morgen und für morgen“
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Euer schönes Leben kotzt mich an! - Ein Umweltroman aus dem Jahr 2015
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Buchbesprechung von Steffi Leisenheimer
Interview mit Herrn Dr. Toni Hofreiter MdB
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Sommertour 2010 12.-16. Juli 2010
Nürnberg 12. Juli 2010 - ein Tag gemeinsam mit Uwe
Kekeritz
Der erste Termin der BayernTour 2010 ist ein eher untypischer Termin:
Der Nürnberger Kreisverband hat Toni und Uwe eingeladen mit ihnen
gemeinsam die Sonderausstellung „das Gleis“ zum 175. Eisenbahnjubiläum
im Dokuzentrum anzusehen. Eckart Diezfelbinger und Christian Täubrich
haben die Gruppe durch die Ausstellung geführt und es dabei immer
wieder geschafft einen Bogen zu spannen von den Judendeportationen im
2. Weltkrieg hin zur heutigen Zeit mit dem sich leider wieder einschleichendem
Rassismus in manchen Teilen der Bevölkerung.

im Bild: Uwe mit Eckart Diezfelbinger und Toni
Gerade in den Räumlichkeiten des alten Nazi Baus mit der online Verbindung
zu den ehemaligen KZs in Polen, ist die Ausstellung ein beeindruckendes
Beispiel für den Wahn während der Nazi Zeit – eigentlich
sollte am besten jeder Demokrat einen solchen Rundgang machen, um zu sehen,
wie wichtig unser Einsatz FÜR Demokratie und Gerechtigkeit ist – so
das Fazit dieses eher ungewöhnlichen Tour Termins.
Presse: Nürnberger Nachrichten Lokales, 14.07.2010
Göggelsbuch (bei Allersberg)
Weiter ging es nach Göggelsbuch, wo Toni bereits vor zwei Jahren den vereinigten Pflanzenölwerkstätten einen interessanten Besuch, damals gemeinsam mit Claudia Roth, abstattete. Dieses Jahr also ging es gemeinsam mit Uwe Kekeritz zu den rührigen Forschern in Göggelsbuch, die es gerade Kleinbauern ermöglichen durch kreative Mischanbaumethoden und ausgeklügelte Motoren ihr eigenes Öl für ihre Traktoren zu pressen und dabei noch einen guten Ertrag für Futtermittel zu erlangen - so dass bei ihnen die leidige Diskussion „Teller oder Tank“ gar nicht aufkommt.

Toni
in und Uwe vor einem umgerüsteten Deere Traktor, der per Sensor
erkennt, ob sich in seinem Tank Diesel oder Pflanzenöl befindet und
demnach die nötigen Programme selber startet
Leider steht diesem ausgeklügelten System, dezentral Agrotreibstoffe
einzusetzen, ein gigantisches Lobbyinteresse entgegen. Hier wünschen
sich Thomas Kaiser von der VWP und seine Kollegen mehr Unterstützung
durch die Politik. Ihre Hauptforderung ist dabei:
Schluss mit der Subventionierung von Landschaftsdiesel, dafür CO2
Zertifizierung aller Treibstoffe. Weiterhin müsste der Zwang zur
Beimischung wieder aufgehoben werden. Um effizient zertifizieren zu könne,
muss auch die „Vorkette“ der Treibstoffe offen gelegt und
in eine Zertifizierung eingerechnet werden – auch bei den fossilen
Mineralölen, nur dann macht da Ganze Sinn.
Presse:
Nürnberger Nachrichten, 02.09.2010
Donaukurier, 04.09.2010
Fürth
Die Bahn feiert ihr 175. Jubiläum – und mit ihr auch die Städte
Nürnberg und Fürth – doch es gibt dabei ein wirklich unschönes
Problem: Der Bahnhof Fürth ist mehr als renovierungsbedürftig,
steht fast leer, hat nicht eine einzige Toilette und ist für mobilitätseingeschränke
Menschen richtig schwer zu benutzen.
Die Stadtratsfraktion und der Kreisverband Fürth von Bündnis 90/Die
Grünen haben eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen ausgearbeitet
und luden daher Uwe als Wahlkreisverantwortlichen und Toni Hofreiter als verkehrspolitischer
Sprecher zu einem Rundgang durch den Fürther Hauptbahnhof.
Der Einladung folgten auch Vertreter vom Bund Naturschutz (BN), dem
Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub
(ADFC), sowie
vom Senioren- und Behindertenrat der Stadt Fürth.

Bei dem Rundgang wurden an den jeweiligen Station die verschiedenen Probleme sowie mögliche Lösungen diskutiert, zum ersten natürlich das leer stehende Bahnhofsgebäude selbst, das als Eingangstor zur Stadt nicht gerade einladend wirkt. Der Behindertenrat bemängelte die unzureichenden Möglichkeiten für Behinderte Menschen, für Rollstuhlfahrer, aber auch für Senioren und Eltern mit Kinderwägen die Bahnsteige barrierefrei zu erreichen. Die Fürther Grünen würden den Osttunnel gerne zur Radwegeverbindung zwischen der Südstadt und der Innenstadt ausbauen, könnten sich aber auch eine Öffnung des Tunnels zu den Bahnsteigen hin vorstellen, um da dann auch Aufzüge einzubauen (da der Platz im Haupttunnel sehr knapp bemessen ist). Weiterhin wünschenswert wäre ein Fahrradparkhaus ggf. sogar im Bahnhofsgebäude, aber schon zusätzliche und überdachte Abstellmöglichkeiten bzw. eine bessere Einsehbarkeit des jetzt so versteckt liegenden Fahrradparkplatzes wären ein Fortschritt. Am Ende stand schließlich noch der Wunsch im Raum, direkt am Hauptbahnhof wieder Stellplätze für ein Car-Sharing Angebot einzurichten, um eine optimale Umstiegsmöglichkeit zu schaffen.
Toni rechnete schließlich vor, dass die Deutsche Bahn AG für den Hauptbahnhof Fürth, ein Bahnhof der Kategorie III, für jeden Zughalt 10,81 € Stationsentgelte bekommt. Hochgerechnet dürften somit dem Bahnhof Fürth jährlich zwischen 750.000 und 1.000.000 € im Jahr zur Verfügung stehen! Damit sollte sich zumindest das Problem mit den Toiletten auch während der Umbauphase des Bahnhofes kurzfristig lösen lassen.
Presse: Fürther Nachrichten, 14.07.2010
München - Bergen und Holzhausen (Lkr. Traunstein), 13. Juli 2010
Am Vormittag war Toni zu Gast beim Arbeitskreis Ökologie und Ökonomie
der grünen Landtagsfraktion. Der Austausch zwischen Landes- und Bundesebene
ist gerade in der Verkehrspolitik sinnvoll, da Infrastrukturprojekte des
Nahverkehrs von Bund und Land gemeinsam finanziert werden oder – wie
bei den Bundesstraßen und Autobahnen – der Bund zwar das Geld
gibt, die Länder aber bei der Verwendung der Mittel sehr viel mitzureden
haben.
Am Nachmittag ging es mit dem Regionalexpress nach Traunstein. Für den
Rest des Tages stand der geplante Aus- und Neubau der A 8 Rosenheim - Salzburg
auf dem Programm, das die Grünen Traunstein und die Bürgerinitiative „A
8 - Bürger setzen Grenzen“ organisiert hatten. Als erstes wurde
die Baustelle der Talbrücke Bergen besichtigt. Die alte Brücke
wies so gravierende Korrosionsschäden auf, dass die Schadensanalyse
nur noch den Abriss und einen Ersatzneubau sowie die notdürftige Absicherung
der alten Brücke bis zur Verkehrsfreigabe des Neubaus empfehlen konnte.

Toni erklärte, dass bundesweit die Straßenbrücken wie auch die Straßen in die Jahre kämen, und die Bundesrepublik einen immer größer werdenden Unterhaltsrückstand habe. Eigentlich müssten jedes Jahr ca. 4 Mrd. EUR für die Erhaltung der Autobahnen und Bundesstraßen aufgewendet werden. Tatsächlich wird mit ca. 2 Mrd. EUR aber nur etwa die Hälfte in die Erhaltung investiert, weil Bundes- und Landesregierungen lieber weiter fröhlich das Geld in den Neubau zusätzlicher Straßen steckten. Dadurch potenziere sich die Unterhaltslast in der Zukunft. Die Bauarbeiten an der neuen Talbrücke Bergen, parallel zur alten, haben begonnen, und die Bauherren haben die Brücke in der Hoffnung auf den Großausbau der gesamten A 8 Ost auf sechs Fahrstreifen ausgelegt. Ob aber der Großausbau der A 8 durchs Chiemgau und Berchtesgadener Land kommen wird, ist ungewiss – das war auch das Thema der Abendveranstaltung.
„
Wie geht es weiter mit der A 8?“ Der Titel der Abendveranstaltung im
Gasthof Alpenblick in Holzhausen zog so viele Leute an, dass manche den Vortrag
und die angeregte Diskussion vom Hof aus durchs Fenster verfolgten (Gar kein
so schlechter Platz angesichts des heißen Sommerabends und der Temperatur
im Saal!)
Toni erläuterte die Phasen der Bundesfernstraßenplanung. Die Autobahndirektion
Südbayern plane den Ausbau von Rosenheim bis zur Staatsgrenze bei Piding/Walserberg
in Teilstücken von ca. 8 km Länge. Am weitesten gediehen ist der
Abschnitt Rosenheim-Achenmühle, für den die Autobahndirektion die
Planfeststellungsunterlagen zusammenstelle. Die vollständigen Unterlagen
liefert die Autobahndirektion an die Regierung von Oberbayern, die das Planfeststellungsverfahren
für den betreffenden Abschnitt eröffnet und durchführt. Nach
den Wünschen der Bundes- und der bayerischen Staatsregierung sowie der
Autobahndirektion soll die gesamte Strecke auf sechs Fahrstreifen plus zwei
Standstreifen (6+2) ausgebaut werden. Der „Monsterausbau“ fordert
stellenweise eine Verlegung der Autobahn, also quasi einen Neubau. Toni stellte
noch einmal klar, dass von der Verkehrsstärke her der bestandsorientierte
4+2-Ausbau, also die Sanierung der bestehenden Trasse und der Anbau von Standstreifen
völlig ausreichend sei. Man brauche wegen der Verkehrsspitzen an den
Ferienwochenenden im Sommer keinen überdimensionierten Ausbau. Auch
der Lärmschutz sei an einer 27m breiten Autobahn einfacher und effektiver
als an einer 36m breiten Schneise. Völlig unverständlich sei Toni,
warum die lokalen Bürgermeister und Landräte für den 6+2-Ausbau
plädierten – vermutlich mit falschen Gewerbeansiedlungs-Hoffnungen.
Doch eine sechsspurige Autobahn sei eine Fördermaßnahme für
den Transit-Schwerverkehr zwischen Wirtschaftszentren. Südostbayern
habe außer mehr Verkehr nichts davon und werde zur Transitregion degradiert.
Bericht mit Video: A 8-Ausbau: „nichts ist klar“
http://www.chiemgau24.de/bayern/ausbau-a8-aktuell-hofreiter-ro24-840272.html
Bericht „Ferienregion oder Transitregion?“ auf der Seite www.a8-buerger-setzen-grenzen.de
Bericht im Traunsteiner Tagblatt vom 17.07.2010:
http://a8-buerger-setzen-grenzen.de/userspace/EXT/a8/Hofreiter-Hasperting_12-7-2010/TW_17.7.2010.pdf
Bad Reichenhall, Piding und Freilassing, 14. Juli 2010
Die erste Station des Tages war gleich der Ankunftsbahnhof Bad
Reichenhall, wo Toni von einer Delegation aus dem Landkreis Berchtesgadener
Land empfangen wurde. Noch am Bahnsteig wurde über die Leistungen
und Mängel des Schienennahverkehrs auf der Strecke Freilassing-Berchtesgaden
diskutiert. Seit Ende 2009 bedient ein privates Eisenbahnunternehmen,
die Berchtesgadener Land Bahn, die Strecke.
Der nächste Lokaltermin drehte sich wieder um den Ausbau der
A 8 und den damit verbundenen Plänen für eine mögliche
Autobahnausfahrt Schwarzbach. Toni empfahl ein Raumordnungsverfahren,
um die Auswirkungen einer Vollanschlussstelle zu ermitteln und
die betroffenen Kommunen, Verbände und die Öffentlichkeit
auf breiter Basis zu beteiligen. Einfach dem Autoverkehr mehr Raum
zu geben, dabei Natur zu zerstören und nachfolgender Gewerbeansiedlung
den Boden bereiten sei keine kluge Politik.

Beim Stopp am Gablerknoten kam die Verkehrssituation in Bad Reichenhall, vor allem auf den Bundesstraßen B 20 und B 21, zur Sprache. Verkehrsminister Ramsauer hat die Ortsumgehung mit dem Kirchholztunnel und dem Stadtbergtunnel versprochen, doch durch die Einstufung in den „Weiteren Bedarf“ des Bundes und bei Kosten von weit über 100 Mio. EUR ist die Realisierung fraglich. Toni erinnerte daran, dass es noch 40 Jahre dauern werde um allein die Straßenbauvorhaben im „Vordringlichen Bedarf“ zu finanzieren. Ein „Geldregen“ sei auch im Falle einer positiven Olympia-Bewerbung nicht zu erwarten. Die lokale Verkehrspolitik solle besser nicht mit den Tunnels rechnen und stattdessen ordnungsrechtliche Maßnahmen ergreifen, um den Verkehr zu steuern. Auf der B 21 ging es weiter bis zur Sperrstelle, um die Folgen des schweren Murenabgangs bei Baumgarten / Unterjettenberg in Augenschein zu nehmen.

Die Bundesstraße musste wegen der großen Geröll- und Erdmassen,
die während des Unwetters vom Berg abgingen, gesperrt werden. Die Röthelbachstraße,
ein wichtiger Forstweg, wurde auf zwei Kilometer Länge völlig
zerstört. Durch die Klimaerwärmung werden solche Murenabgänge
nach Extremunwettern in Zukunft zunehmen. Politik und Verwaltung müssen
sich darauf einstellen, dass es zukünftig mehr Geld kostet, die Straßen
zu sichern und Schäden zu beseitigen.
Am Nachmittag ging es wieder um den A 8-Ausbau – Toni besuchte bei
Högl / Piding Landwirte, die beim geplanten Neubau einer 6+2-Autobahn
nördlich Pidings in ihrer Existenz gefährdet wären. Auf einem
Feld war ein riesiges Metallgerüst aufgebaut, um vor Augen zu führen,
wie eine 36 Meter breite, vollausgebaute A 8 aussehen würde.

Beim „Trassen-Kaffee“ fand ein lebhafter Austausch statt, und
die Emotionen, die die von der Autobahndirektion beabsichtigte Zerstörung
von Äckern und Wiesen und die Zerschneidung und Versiegelung der Flächen,
auslösten, gingen allen sehr zu Herzen. Toni informierte über
das Prozedere bis hin zur Enteignung, aber beschwor auch den Widerstandsgeist,
dass noch nichts verloren sei.
Info zur Interessengemeinschaft Autobahnfreier Högl: http://autobahnfreier-hoegl.de/
Auf der Abendveranstaltung im Mirtlwirt in Freilassing fasste Toni
die Eindrücke des Tages zusammen und legte unter dem Motto „Mobilität
für morgen: klimaverträglich und finanzierbar“ die Grundsätze
GRÜNER Verkehrspolitik dar. In der Diskussion kam auch der Bahnausbau
München-Mühldorf-Freilassing zur Sprache, der immer wieder von
CSU-Mandatsträgern vollmundig angekündigt wird, während die
schriftlichen Unterlagen besagen, dass vor 2025 oder 2030 nicht ausgebaut
werden kann. Nur die paar Meter des dritten Gleises Freilassing-Salzburg
auf deutscher Seite muss die Bahn bald bauen, um nicht EU-Mittel zu verschenken.
Außerdem wurde zum Fluglärm des Flughafens Salzburg gefragt,
wozu Toni zu bedenken gab, dass ein Verkehrsminister, der für mehr
Flugverkehr eintrete, kaum glaubwürdig vom Flughafen im nahen Nachbarland
Beschränkungen verlangen könne.
Nach einem ereignisreichen Tag ging es spät nachts in den Federn, um
am nächsten Morgen ausgeruht die fast schon berühmt-berüchtigte
auszubauende Eisenbahnstrecke Freilassing-Mühldorf mit dem Ziel Passau
zu befahren.
Bericht des OV Freilassing: http://www.gruene-bgl.de/1632.html?&cHash=84806141a7&tx_ttnews[backPid]=1341&tx_ttnews[tt_news]=428
Passau, 15. Juli 2010
Pressegespräch mit Medienvertretern der PNP und der Passauer Woche
Bericht in der PNP vom 16.7.2010
(Auszug):
Als „leeres Versprechen“ hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete
Dr. Toni Hofreiter (München) gestern in Passau Pläne bezeichnet,
eine mögliche Nordumfahrung als Bundesstraße bauen zu lassen.
Der gültige Bundesverkehrswegeplan laufe noch bis 2015 und aktuell liege
kein Antrag vor, diesen ändern oder ergänzen zu lassen. Unabhängig
davon sei der Bau von Straßen, Schienen und Wasserwegen durch den Bund
dramatisch unterfinanziert und hinke den bereits gegebenen Zusagen und laufenden
Planungen weit hinterher.
Wer sich auf Bundesebene mit der Materie auskenne und dennoch Hoffnungen
auf eine Realisierung dieser Strecke durch den Bund wecke, handle unredlich,
sagte Hofreiter bei einem Besuch in Passau. Der Verkehrsexperte erläuterte
zahlreiche Wunschprojekte in diversen Dringlichkeitsstufen, die einen zweistelligen
Milliardenbetrag kosten würden. „Dagegen stehen die etwa zwei
Milliarden Euro, die im Haushalt für Baumaßnahmen zur Verfügung
stehen“. Wer da Hoffnungen auf eine, noch dazu vor Ort umstrittene
Umfahrung als Bundesstraße wecke, leiste der zunehmenden Politikverdrossenheit
Vorschub.
Als vielreisender Bahnfahrer würdigte Hofreiter die Verbesserungen auf
der Linie München-Passau, dem sogenannten Donau-Isar-Express. Die zusätzlichen
Verbindungen und neuen Züge, die teilweise vom Bund finanziert worden
seien, litten jedoch unter fehlenden Platzkapazitäten. „Die Züge
und ihre Ausstattung wurden von der Bahn AG so geliefert, wie sie das bayerische
Wirtschaftsministerium bestellt hat“, schob Hofreiter der Staatsregierung
den schwarzen Peter zu und kritisiert Fehlberechnungen. „Dem Pendler
am Morgen und am Abend nützt es wenig, wenn der 11-Uhr-Zug halb leer
ist.“
Bericht in der Passauer Woche, 15.07.2010
(Auszug):
„
Heißluftpolitik“ unterstellt der verkehrspolitische Sprecher
der grünen Bundestagsfraktion, Dr. Toni Hofreiter, bei einem Besuch
in Passau dem Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Denn Dr. Peter Ramsauer
mache mehr Versprechungen, als bezahlt werden könnten – was den
Straßen- wie auch den Schienenausbau betreffe. „Herr Ramsauer
müsste demnach 50 Jahre Verkehrsminister sein!“
Zu den aktuellen Pannenberichten bei ICE-Zügen verweist der Grüne
auf die Verantwortung des Bundesverkehrsministeriums als Vertreter des alleinigen
Eigentümers: des Bundes.
Der Kostendruck, der durch längere Wartungsintervalle zu den technischen
Pannen von Achsbrüchen bis Klimaanlagen-Ausfällen geführt
hätte, sei der Maxime „Rendite über alles“ geschuldet,
so Hofreiter. Er fordert eine stärkere Kontrolle des Managements durch
die Politik.
Informationsgespräch mit dem Vorstand der BI gegen die Nordtangente
Die BI gegen die Nordtangente bittet Toni um seine Unterstützung gegen
dieses Projekt. Die Nordtangente würde das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Halser
Ilzschleifen“ ebenso zerschneiden wie das Landschaftsschutzgebiet Gaißatal.
Und das für nur 280 Kfz am Tag laut einem amtlich beauftragten Gutachten.
Die Anbindung des nordöstlichen Passauer Raums an die A 3 ist darüber
hinaus durch die Verbindung über Hutthurm und Aicha bereits ausreichend
gesichert.
Der Stadtrat von Passau hat sich bereits deutlich gegen dieses Projekt
ausgesprochen, genauso wie die Gemeinderäte von Salzweg und Tiefenbach.
Da diese Straße noch nicht einmal im BVWP vorhanden ist, kann Toni
die Vertreter der BI beruhigen. Schon die vorhandenen Neubaupläne bräuchten
40 Jahre bis zur Verwirklichung. Sollte die Nordtangente tatsächlich
in den BVWP aufgenommen werden, würde es dann immer noch etwa 30 Jahre
dauern bis zur Verwirklichung.


Gespräch mit Vertretern der Ilztalbahn
Bericht in der PNP, 20.07.2010: MdB Hofreiter zollt den Ilztalbahnfreunden höchsten Respekt
(coy) Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Toni Hofreiter (München)
besuchte auf seiner aktuellen Ostbayern-Infotour auch heuer wieder die Initiativ-Vertreter
der Ilztalbahn-Reaktivierung. Hofreiter, der auch für seine Bundestagsfraktion
Mitglied des Bundestagsausschusses Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist,
erkundigte sich im speziellen beim ITB-GmbH Geschäftsführer Prof.
Dr. Thomas Schempf nach dem konkreten Fortgang der Sanierungsbemühungen,
den behördlichen Genehmigungsverfahren und nahm an einem Ortstermin
am Waldkirchner Bahnhofsgebäude teil.
Der Vorsitzende des Fördervereins Ilztalbahn, Herr Michael Liebl, erläuterte
die konkreten Fahrplanangebote auf der benachbarten tschechischen und oberösterreichischen „Schienen-Seite“.
Dort wird der Endbahnhof Nove Udoli/Haidmühle bis Anfang November großzügig
und zukunftsfähig ausgebaut. Ebenso ist der grenznahe tschechische Fahrplan
verdichtet worden und der Sommerfahrplan wurde gleichzeitig erweitert.
Herr Hofreiter zollte den zuverlässig und stetig arbeitenden Vereinsmitgliedern
seine höchste Anerkennung: „Solche Aktiven wie ihr hier könnte
die DB derzeit flächendeckend gebrauchen“.

Regen, 16.07.2010
Ortstermin an der Baustelle der B 11 und Abendveranstaltung mit dem KV Regen

Regen (PNP) 19.07.2010. Kopfschütteln auch beim grünen
Bundestagsabgeordneten Dr. Toni Hofreiter. Vor seiner Abendveranstaltung
in Regen, in der er über
grüne Zukunftspolitik referierte, besichtigte er die Baustelle an der
Bundesstraße 11 bei Rinchnachmündt. „Dieser völlig überzogene
Straßenbau ist ein Fall für den Bundesrechnungshof“, meinte
Hofreiter, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags.
Warum, erläuterte er anschließend in seinem Referat im Brauereigasthof
Falter. Die Politik müsse auf die sich stark ändernden Umweltbedingungen
reagieren, wie zum Beispiel den Klimawandel oder die Tatsache, dass
die fossilen Rohstoffe zu Ende gehen. Dieser Wandel treffe besonders
auch den ländlichen
Raum. Ein unendliches Wachstum sei nicht die richtige Antwort darauf,
und der Staat könne sich manches nicht mehr leisten. Es müssten
Entscheidungen getroffen werden, was noch sinnvoll ist, so der Abgeordnete. „Dazu
gehört sicher nicht dieser sinnlose Straßenbau. Der Verkehrshaushalt
des Bundes ist ohnehin unterfinanziert, die Mittel werden vor allem
zum Ausbau der Bahn und des öffentlichen Personen-Nahverkehrs gebraucht“.
Dr. Hofreiter ging auf konkrete Lösungsmöglichkeiten für den
Nahverkehr im ländlichen Raum ein, wie Anruftaxis oder Bürgerbusse. – bb
Deggendorf, 16. Juli 2010
Pressegespräch
Bericht in der PNP vom 17.7.2010
(Auszug):
Deggendorf. Dass die neue Deggendorfer Eisenbahnbrücke vor einem knappen
Monat freigegeben worden ist, findet Verkehrs-Politiker MdB Dr. Toni Hofreiter
von den Grünen sehr erfreulich. Hätte man nicht vor zwei Jahren
mit ihrem Bau beginnen können, wäre sie womöglich gar nicht
mehr realisierbar gewesen. Denn: „Der Bundeshaushalt steht unter sehr
starkem Druck“, so Hofreiter gestern in Deggendorf. „In einem
ausgeglichenen Haushalt wäre überhaupt kein Geld für Investitionen.“ Sogar
allein für die Erhaltungsmaßnahmen von Bauwerken wie Eisenbahn-
oder Autobahnbrücken müsse der Bund Schulden aufnehmen. „Und
wir haben schon 17 Billionen Euro Schulden - das ändert sich also nicht
so schnell.“ Der Eisenbahn-Etat halte eine Milliarde Euro im Jahr bereit,
jedoch seien deutschlandweit Großprojekte mit einer Beteiligung in
Höhe von insgesamt mindestens 20 Milliarden geplant.
Auf seiner einwöchigen Tour durch Bayern setzt sich der Bundestagsabgeordnete
aus München vor Ort mit jeweils akuten Verkehrs-Problemen auseinander.
Auch in Deggendorf hatten die Bürger in einer Sprechstunde Gelegenheit,
auf ihn zuzukommen. Begleitet wurde der Abgeordnete in seinen Gesprächen
von Kreisrat Josef Rosner, der den Besuch in Deggendorf auch organisiert
hatte, von den Stadträten Waltraud Thoma und Wolf-Günther Bergs
sowie von Grünen-Bezirksvorsitzender Rosi Steinberger aus Kumhausen.
Die Eisenbahnbrücke, stellte Hofreiter fest, ist auch für den Bayerischen
Wald sehr wichtig - sichert sie doch die Bahn-Anbindung der Kommunen dort.
Zur Sprache kam auch der Donau-Ausbau. Dieser werde mit der gleichen Dringlichkeit
behandelt wie alle Wasserstraßenprojekte in Deutschland - und so bewege
sich nirgends etwas. Ausbau-Gegner Hofreiter fordert, dringend erforderliche
Maßnahmen wie etwa in den Häfen von Hamburg und Bremen mit höherer
Priorität zu behandeln. - kw

Bürgersprechstunde in Deggendorf
In Deggendorf wird derzeit die geplante Landesgartenschau heftig diskutiert. Nicht nur die Kosten laufen aus dem Ruder, auch Anlieger des künftigen Geländes befürchten Nachteile. Sie holen sich bei Toni Rat, wie sie sich am besten wehren können. Wichtig ist bei diesen Einsprüchen die so genannte Präklusion. Das heißt, dass man alle möglichen Einwände während des Planfeststellungs-Verfahrens vorbringen muss, da in einem künftigen Rechtsstreit keine neuen Einwände mehr geltend gemacht werden können. Daneben ist auch der Zustand der Bahn ein Thema, das Toni mit einem örtlichen Bahnkenner detailreich diskutiert.
Neumarkt/Opf, 16.Juli 2010
Nach einer schweißtreibenden Zugfahrt machen wir einen Besuch bei
Stefan Krusche, Grünes Mitglied im KV Neumarkt und Hobbyimker. Hier
werden endlich einmal keine Verkehrsthemen diskutiert, sondern es geht um
Bienen, die Varroa-Milbe, das einseitige Nahrungsangebot der Bienen und die
Bedrohung durch Pestizide.
Dank an Stefan für die rettende Erfrischung!

Bezirksversammlung der Grünen in der Oberpfalz
Mittelbayerische Zeitung, 19.07.2010
Die Grünen setzen voll und ganz auf die Bahn
NEUMARKT. Im Mittelpunkt der Bezirksversammlung von Bündnis 90/Die
Grünen in Neumarkt stand das Thema „Neue Beschlüsse zur Verkehrspolitik
in Berlin und ihre Auswirkung auf die Oberpfalz“. MdB Anton Hofreiter,
Mitglied des Verkehrsausschusses, sagte dabei: „Wir brauchen eine vernünftige
Verkehrs- und Mobilitätspolitik, damit das berufliche und gesellschaftliche
Leben auch in Zukunft funktioniert und gleichzeitig der CO2 Ausstoß massiv
reduziert wird.“ Nach Vorstellung der Grünen sollte die Bahn weniger
in wenige große Prestige-Projekte investieren als vielmehr in mehr
mittlere und kleinere Projekte, so z. B. die Ertüchtigung der Knotenpunkte
Hannover, Nürnberg und Frankfurt. Diese seien nämlich wegen der
extrem hohen Auslastung (über 90 Prozent) auch besonders verspätungsanfällig.
(nsf)















