Interview mit Herrn Dr. Toni Hofreiter MdB
Aktion gegen SUV
Sommertour 2009 Nord
Dienstag, 21. Juli 2009: Regensburg
Kurz nach seiner Ankunft in Regensburg, wird Toni mal wieder Zeuge vom
Gigantismus der Planer, als er die Pläne des neuen Lappersdorfer
Kreisels von Karin Piller der BI LOS
(Lebensqualität ohne Stadtautobahn
http://www.sallerner-regenbruecke.de/Hauptseite.html)
vorgestellt bekommt. Er meint dazu, dass es leider keine Seltenheit ist,
dass solche Planungen
oft 20, 30 und mehr Jahre in den Schubladen liegen, ab und zu mit einer
Betonschleife versehen und dann irgendwann gebaut werden.
Zweite Station des Tages mit Toni Hofreiter ist Wörth, mit seinen regionalen und lokalen Verkehrsproblemen (ÖPNV-Tarife, Takt- und Fahrzeiten).
Dann geht es mit dem Bus zur geplanten Radbrücke über die Donau
bei Gaisling. MdL Maria Scharfenberg, BT-Direktkandidat Jürgen Huber
(beide rechts von Toni), Stadträtin Margit Kunc (nicht im Bild) und
andere lassen sich von Toni Hofreiter über den Subventionssumpf der
Bundeswasserstrassen aufklären. Außer auf dem Rhein lohnt sich
Binnenschiffart kaum oder gar nicht. Der Selbstfinanzierungsgrad der Binnenschiffart
wird mit sieben bis zehn Prozent angeben. Selbst unter besten Annahmen,
zahlen die Steuerzahler also 90 Prozent der Kosten. Jede weitere Zerstörung
der letzten frei fließenden Donau ist daher doppelt wahnsinnig: „Wenn
man die letzte frei fließende Donau (Bayerischer Amazonas) zerstört,
das ist schon schlimm genug, aber die Zerstörung wird noch dazu mit
fast keinem Nutzen aufgewogen.“

Der dritte Teil des Programms findet wieder in Regensburg statt: eine Feierabendradltour. Gemeinsam mit VCD und ADFC radelten alle zusammen unter den gigantischen Betonkästen der Pfaffensteiner Brücke Richtung Maria Ort, über die neue Naab-Brücke, dann links der Donau bis Matting. Die lautlose, strömungsgetriebene „intelligente“ Fähre begeistert ebenso, wie das noch immer schöne Donautal.

Presse zu diesem Tag:
Donau Post, 23.07.2009
Mittwoch, 22. Juli 2009: Zirndorf

Am Zirndorfer Bahnhof: Wolfgang Schaa, Toni Hofreiter und Norbert Schikora
Bei einem Pressegespräch in Zirndorf mit Wolfgang Schaa, Norbert Schikora und Uwe Kekeritz zur Verlängerung der U3 ging es auch darum für Unterstützung für den zeitgleich mit der Bundestag stattfindenden Bürgerentscheid gegen die U-Bahn-Verlängerung zu werben: www.pro-zirndorf.de
Presse zu diesem Tag:
Fürther Landkreis Nachrichten, 24.7.2009
Nachtrag: Die ZirndorferInnen haben den sinnlosen U-Bahnbau nach Zirndorf
per Bürgerentscheid am 27.09.09 abgelehnt!
Nürnberger Zeitung, 28.9.2009
Nürnberger Zeitung, 28.9.2009: Kommentar
Nürnberger Nachrichten, 29.09.2009: Kommentar
Neustadt a.d. Aisch
Gleich im Anschluss folgt noch ein weiteres Pressegespräch mit Uwe Kekeritz (zweiter von links), dem mittelfränkischen Direktkandidaten in Neustadt a.d. Aisch, wo es allgemein um Verkehrspolitik ging.
Henfenfeld
Am Nachmittag ging es weiter nach Henfenfeld. Der dortige Bürgermeister Gerhard Kubek lud Toni ein, über die Problematik der B14 zu diskutieren. Da das Thema dort so hohe Wellen schlägt, waren auch gleich die 2. Bürgermeisterin von Ottensooß, Tanja Riedel, und der Bürgermeister von Lauf, Benedikt Bisping, mit vor Ort. Obwohl der Ausbau der B14 dort nur im weiteren Bedarf ohne Planungsrecht steht, ist die Planung dennoch fast fertig. Wir werden nachfragen, wie dies rechtlich zu sehen ist!

Gruppenfoto mit BürgermeisterInnen (von links nach rechts: Riedel,
Bisping, Kubek und Toni)
Hersbruck
Im Anschluss ging es nach Hersbruck. Der Stadtrat Holger Hermann wollte Toni dort den desolaten Zustand des Bahnhofes r.d. Pegnitz zeigen – und das sollte nicht der letzte Bahnhof mit unüberbrückbaren Barrieren für Kinderwägen, Rollstühle etc. sein, denn gleich die nächste Station war der Bahnhof in Lauf. Aber nicht nur die mangelnde Barrierefreiheit, auch Sicherheitsrisiken bzw, fehldende Aushänge wurden bemängelt.
Rechts, wo Holger Hermann steht, dürfte eigenltich niemand stehen,
bei der Einfahrt eines Zuges, aber das weiße Feld ist nicht schraffiert,
so dass dieser Mangel richtig gefährlich werden kann.
Auf dem Weg nach Lauf passierte die Gruppe allerdings noch den Altensittenbacher Kreisel. Noch vor zwei Jahren auf der Sommertour 2007 hieß es bei einem Besuch von Toni vor Ort, es sei rechtlich unmöglich einen Kreisel auf einer Bundesstraße zu bauen. Die Grünen vor Ort ließen nicht locker und – siehe da: es geht doch! Gratulation allen Engagierten für ihren Einsatz für den Kreisel!!!
Presse zu diesem Tag:
Hersbrucker Zeitung, 29.07.2009
Lauf
Schließlich endete der Tag mit einer gut besuchten Veranstaltung – vielleicht dank der vielen schönen „Toni kommt“ Plakate – zum Thema „Menschen mobil – das grüne Zukunftskonzept: Mobilität 2.0“, wo Toni klar betonte, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Verkehr und Mobilität und dass er sich einsetzt für mehr Mobilität für alle Menschen, nicht für schnellere Verkehrsverbindungen für einzelne!

„Toni kommt“ – und
da ist er: im Bild mit Bene Bisping, Oana Suciu und Stadtrat Hans
Kern
Presse zu diesem Tag:
Prgnitz Zeitung, 23.07.2009
Donnerstag, 23. Juli 2009: Neunkirchen am Brand
Die Direktkandatin des Kreises Forchheim/Bamberg, Lisa Badum, bat Toni zu einem Besuch in Neunkirchen am Brand. Auch dort soll eine umweltzerstörende Umgehungsstraße gebaut werden, anstatt nach vernünftigeren Lösungs-möglichkeiten, den Schwerlastverkehr aus dem Ort wegzuleiten zu suchen (www.munk-ev.de). Im Gespräch mit dem dortigen Bürgermeister gab es zwar keine Lösung für die Staatstraße, aber dafür einen Eintrag ins goldene Buch.

Roth
In Roth gab es gleich drei Probleme mit der Bundesstraße 2:
1. die vollkommen überdimensionierte Bücke bei Belmbrach:
Toni umgeben von den Rothern Renate Grädler und Ursula Burkardt, rechts daneben
noch Richard Radle
2. eine umstrittene Auffahrt auf die B2 bei Untersteinbach, die wohl hauptsächlich der Wunsch einer dort ansässigen Firma ist und
3. eine neu geplante Auffahrt auch auf die B2 in der Nähe des Schleifweihers, wo überhaupt nicht ersichtlich ist, warum diese gebaut werden soll.
Der Stadtrat Richard Radle, die Kreisrätin Dr. Ursula Burkhardt und die ehemalige Kreisvorsitzende der Grünen, Renate Grädler waren sich mit Toni einig, dass all diese Baumaßnahmen aus ökologischer, verkehrlicher und städtebaulicher Hinsicht fatal und vor allem auch kompett unnötig sind. Sie werden nur noch mehr Verkehr anziehen, noch mehr Landschaft verschandeln und noch mehr Hypotheken für die nachfolgenden Generationen, die diese vielen Straßen schließlich unterhalten müssen, darstellen.
Presse zu diesem Tag:
Donaukurier, 29.07.2009
Gunzenhausen
Am Abend war Toni der „Stargast“ bei der Auftaktveranstaltung von Bündnis 90/Die GRÜNEN zum Bundestagswahlkampf 2009 in Gunzenhausen, mit dem Thema: „Braucht unser Landkreis die Bundesstraße B 131neu?“

Dabei ging es vor allem um die Frage ob diese Querspange von Thalmässing über Pleinfeld, Gunzenhausen und Wassertrüdingen nach Dinkelsbühl wirklich den wirtschaftlichen Aufschwung und dazu noch viele weitere Touristen in’s fränkische Seenland bringen? Oder ob sie nur eine weitere Schneise in die bisher ungestörte Landschaft schneiden wird, durch die dann Mautflüchtlinge und Stauausweicher die Autobahn A 6 umgehen. Toni meinte dabei, es sei eigentlich das Sinnvollste auch die richtig großen Bundesstraßen zu bemauten, so dass es überhaupt nicht mehr zu Mautausweichverkehr kommen kann – die kleineren Bundesstraßen könnten in diesem Zusammenhang zu Staatsstraßen abgestuft werden, dann wären auch hier die jeweiligen Zuständigkeiten klarer!
Presse zu diesem Tag:
Altmühl Bote, 30.07.2009
Freitag, 24. Juli 2009: Forth
Freitag vormittag in Forth: eine Menschentraube, mit der wohl niemand vor Ort gerechnet hätte, kommt, um die Interessengemeinschaft (http://www.schützt-den-eckenberg.de) gegen die geplante Ortsumgehung Forth bei ihrem Gespräch mit Toni zu unterstützen. Hier konnte Toni vor allem den Tipp geben, hartnäckig gegen die Umgehungsstraße zu kämpfen, denn üblicherweise gibt es dann den besten Lärmschutz - abgesehen davon, dass es doch auch schon viele Initiativen geschafft haben mit viel Engagement ihre Interessen durchzusetzen!

Von vorne sieht man Lutz Bräutigam (Direktkandidat Erlangen Höchststadt), Toni und Manfred Bachmayer, stellv. Landrat ERH
Presse zu diesem Tag:
Erlanger Nachrichten, 25.07.2009
Neustadt (Saale) Haßfurt
In Neustadt an der Saale wurde Toni von Bürgermeister Bruno Altrichter (FW) und den beiden grünen Stadträten Karl Breitenbücher und Peter Högn sowie dem Kreisvorsitzenden Udo Oschmann zur Besichtigung des maroden Bahnhofes empfangen.
Kreisvorsitzender Udo Oschmann (rechts) und Stadt- und Kreisrat Karl Breitenbücher (links) mit dem Plakat „es pressiert“, passend zum Thema der verrotteten Toilettenanlagen am Neustädter Bahnhof
Toni sprach hier ganz klar von Politikversagen: Wenn die politische Kontrolle durch das zuständige Ministerium funktioniert hätte, dann hätte die Bahn das für Sanierung von Bahnhöfen vorgesehene Geld niemals zweckentfremden können. Dieser, wie auch viele andere Bahnhöfe, sind also wieder mal ein gutes Beispiel für die grüne Forderung nach besserer Fachaufsicht und klareren Strukturen.
Presse zu diesem Tag:
Rhön- u Saalepost, 27.07.2009
Mainpost, 28.07.2009
Haßfurt
Kreisrätin Helene Rümer, Toni, daneben Christine Hildebrandt und Harald Kuhn, beide Kreisvorstandsmitglieder
Letzte Station von Tonis NordbayernTour bildete dann auch wirklich der „hohe Norden“: in Haßfurt steht allerdings ein völlig anderes Thema im Vordergrund, nämlich der Militäreinsatz in Afghanistan, den Toni von Anfang an sehr skeptisch sah und immer noch sieht. Auch hier Haßfurt erkärt er wieder, warum er da auch innerhalb der Grünen eine eigene Position hat, denn seiner Meinung nach sind die Soldaten vor Ort völlig überfordert und es komme dadurch immmer wieder zu „Schnellschüssen“ mit fatalen Folgen. Noch dazu sei man ohne klares Konzept in diesen Konflikt hineingegangen und habe sich nun heillos darin verstrickt. Toni spricht sich für eine mögliche Konfliktlösung durch „Gelddiplomatie“ aus, um nach einem geordneten Rückzug die Gemüter zu besänftigen und an den Verhandlungstisch zu bekommen.
Presse zu diesem Tag:
Mainpost, 28.07.2009















