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10. März 2012, 10.30-16.00 Uhr
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Sommertour 22. bis 29. September 2007 Nordbayern

 

Samstag, 22.09.:

Nürnberg

Am Anfang der Tour stand das Kreisvorständetreffen in Nürnberg im Eckstein.
Anschließend gab Toni ein kurzes Grußwort bei der Grünen Jugend JHV in Vischers Culturia: Die wichtigsten Themen waren hier Afghanistan und Bahnprivatisierung. Die Mehrheit der GJ war wohl auch sehr davon angetan, mal jemanden aus dem Bundestag dazu haben und somit direkt zu erfahren, was da „in Berlin so abgeht"!
Zwischen den „offiziellen“ Terminen, fand sich auch noch kurz Zeit Werner Schmitt (stehend in der Ecke - PG Verkehr) zum Geburtstag zu gratulieren:



„Bahn unterm Hammer“ Film mit anschließender Diskussion!



Bei der gut besuchten Veranstaltung des Nürnberger Kreisverbandes, wurde nach dem gemeinsamen Ansehen des Films „Bahn unterm Hammer“ ausgiebig diskutiert. Erfreulicherweise waren nicht nur Toni und Prof. Bodack sowie die Nürnberger Oberbürgermeisterkandidatin Christine Seer, (im Bild) sehr fachkundig, sondern auch im Publikum saßen viele fachlich sehr kompetente Gäste.

Sonntag konnten wir zusätzlich einen Besuch des DB-Museums in Nürnberg, gemeinsam mit dem Nürnberger AK Kultur und der Projektgruppe Verkehr einschieben:

 

Montag, 24.09.:

Neumarkt

Neumarkt, Besuch bei Rail one, Schienenhersteller!
Wir haben uns beim Schienenhersteller Rail.One eingeladen. Der kaufmännische Geschäftsführer Gerhard Binner erklärte sehr anschaulich den Werdegang der Firma und seine jetzigen internationalen Aktivitäten. Toni informierte sich vor allem über die Kosten von Bahnprojekten und Ursachen für mögliche Preissteigerungen. Dabei erklärte Herr Binner, dass der Oberbau in der Regel nur für Preissteigerungen zwischen 5 und 10 Prozent verantwortlich sei. Viel größere Unsicherheiten gebe es beim Unterbau, wie man an der Bahnlinie München-Ingolstadt-Nürnberg gesehen habe.
Anschließend gab es einen sehr informativen Rundgang durchs Werk, bei dem auch ein angeblich so einfaches Teil wie eine Bahnschwelle aus Beton uns den Respekt vor deutscher Ingenieurskunst abnötigte.

 

Nürnberger Land

Ortstermin zur B14, an der um Hersbruck herum lieber Kreisverkehre als Ampeln gebaut werden sollen (KV Nürnberg Land).



Auf Einladung des Grünen Ortsverbands Hersbruck war Toni zu Gast im Landkreis. Zusammen mit einigen Mitgliedern (von links nach rechts: Hans Kern (Stadtrat in Lauf ), Dr. Ulrike Eyrich (designierte Stadträtin in Hersbruck), Toni Hofreiter (MdB), Michael Kipfstuhl, (Ortsvorstand Grüne Hersbruck, Kreisvorstand Grüne Nürnberger Land) und Holger Herrmann (Ortsvorstand Grüne Hersbruck) besichtigte Toni den Henfenfelder sowie den Altensittenbacher Knoten der B14 bei Hersbruck. Der Meinung des Ortsvorsitzenden Michael Kipfstuhl, dass Kreisverkehre im Hinblick auf Sicherheit und Verkehrsfluss im Vergleich zu der vom Straßenbauamt Nürnberg favorisierten Ampellösung in diesem Fall viele Vorteile hätte, konnte sich Toni uneingeschränkt anschließen. Nach der Ortsbesichtigung an den Kreuzungspunkten der B 14 wurde noch die Trasse der geplanten Umgehungsstraßen durch das Naturschutzgebiet hinter Henfenfeld besichtigt und die Problematik für die Tier- und Pflanzenwelt in diesem bereich sowie die Problematik der Überschwemmungsgebiete vor Ort besprochen.

 

Dienstag, 25.09.:

Kitzingen

Gespräch zum ÖPNV am Bahnhof Kitzingen: Hierbei wurde positiv hervorgehoben, dass nun auch Kitzingen zum Verkehrsbereich Nürnberg gehört, gleichzeitig bleibt unklar, warum solch ein Verbund mit Würzburg derzeit noch nicht möglich ist. Auch bei der Bahnlinie Kitzingen-Schweinfurt sowie der Mainschleifenbahn sind Verbesserungen wünschenswert.


Staatsgut Schwarzenau: Natürlich stand hier im Vordergrund, dass wir Grüne die ökologische Landwirtschaft durch Versuche mit Gen-Anbau in ihrer Existenz bedroht sehen und somit den Versuchen der bayerischen Landesanstalt, auf deren Gelände die größte Versuchsfläche in Bayern ist, äußerst kritisch gegenüber stehen.


Schließlich endete der Besuch von Toni in Kitzingen auf der Vogelsburg, von der aus es eine beeindruckende Sicht auf die Mainschleife gibt. Hier wurde noch einmal klar dargestellt, dass wir für eine Absenkung der staatlichen Mittel für den Flussausbau sind und die Flüsse in ihrer ursprünglichen Fließbewegung erhalten werden müssen – nicht zuletzt ist dies auch der beste Hochwasserschutz.


Schweinfurt

Nach der Filmvorführung des Films “We feed the world” im Schweinfurter KuK, in dem die Zusammenhänge zwischen den Ernährungsgewohnheiten unserer westlichen Industrienationen und dem Hunger und Elend in anderen Teilen der Welt anschaulich dargestellt werden, fand eine anregende Diskussion zum Thema Globalisierung statt. Die Resonanz auf diese Veranstaltung war um einiges höher als zuvor erwartet, so dass es zum Teil richtig eng zu ging, aber das zeigt ja letztlich nur wie wichtig dieses im ersten Moment so abstrakt anmutende Thema ist und wie groß hierbei der Diskussionsbedarf in der Bevölkerung ist.

 

Mittwoch, 26.09.:

Schweinfurt

Pressegespräch zum Thema: „Transrapid und der bayrische ÖPNV“! Toni bringt den Begriff des Staubsaugers in die Argumentation mit ein, dieses Bild gefällt scheinbar auch der Presse! Es wird schnell klar, dass die Auswirkungen des Transrapids für das ganze restliche Bayern enorm sind, einfach weil dann kein Geld mehr für den ÖPNV übrig bleibt. Bei einem Treffen mit der IG Steigerwaldexpress, die den Bahnverkehr und hierbei vor allem den Güterverkehr auf der Strecke SW-GEO-KT reaktivieren will, erkundigte sich Toni über die Möglichkeiten der Reaktivierung der seit 1987 stillgelegten Strecke.

Coburg

Bei der Diskussionsveranstaltung zur ICE-Trasse und/oder zum Flughafen im Münchner Hofbräu, Coburg (im Bild v.l., Ricarda Bauer, Schriftführerin;Wolf-Rüdiger Benzel, Stadtrat; Toni; Bernd Carl, Schatzmeister) gab Toni in erster Linie den Flugplatzgegnern im Coburger Land Schützenhilfe, in dem er den gesamten Flughafenbau dort und dessen vermeintliche Notwendigkeit in Frage stellte.
Zustimmen konnte er an diesem Abend den Vertretern des „besseren Bahnkonzeptes“, die eine alternative Streckenplanung für den ICE nach Erfurt auf den Tisch legten, mit der durch Einsparung unnötiger Tunnels viel Geld eingespart werden könnte. Diese Planung fand er in einigen Punkten die signifikant bessere!



(im Bild v.l., Ricarda Bauer, Schriftführerin;Wolf-Rüdiger Benzel, Stadtrat; Toni; Bernd Carl, Schatzmeister)

 

Donnerstag, 27.09.:

Miltenberg

Führung mit dem Straßenbauamt an der PPP Baustelle Miltenberg. Herr Biller vom Straßenbauamt erklärte die Vorgehensweise der Finanzierung der gesamten Baustelle. Auch wenn es im Einzelfall sicherlich sinnvoll sein kann, ganze Projekte im Rahmen von Funktionsbauverträgen zu vergeben, so blieb dennoch die Frage offen, welche tatsächlichen Vorteile sich durch deren private Vorfinanzierung ergeben könnten. Schließlich kommt selbst der ORH zu dem Ergebnis, dass eine herkömmliche (also öffentliche) Finanzierung der Baustelle günstiger gewesen wäre.



(v.l. Toni, Leiter des Straßenbauamtes, Jens-Marco Scherf, Petra Münzel)

Ein sehr erfreuliches Ereignis war das Treffen mit Gert Hutterer, dem Geschäftsführer der Westfrankenbahn. Hier konnten wir deutlich sehen, wie mit viel Engagement und vor allem mit der Anwesenheit des Entscheidungsträgers vor Ort, die Bahn sehr positive Ergebnisse einfährt. Als Tochter der „großen Bahn“ ist die Westfrankenbahn in ihren Entscheidungen frei und kann sehr viel besser auf die Kundenbedürfnisse vor Ort eingehen. Weitere solche Projekte wären wünschenswert!



(v.l. Jens-Marco Scherf, Petra Münzel, Hans-Otto Lausberger, Toni, Gert Hutterer)

Bei der Podiumsdiskussion zur „Verkehrsoffensive Untermain“ mit Werner Sigmund (VCD), Manfred Röllinghoff (ADFC); Moderation Jens Marco Scherf (Kreisrat + Kreisvorsitzender in Miltenberg), Gerd Hutterer (Geschäftsführer Westfrankenbahn) und Toni (v.l.) wurde am Abend zum Teil sehr emotional und engagiert diskutiert. Einig waren sich alle darüber, dass es in Zukunft eine gute Kombination aus Bahn und Rad geben muss, um die Pendler von der umweltfreundlicheren Alternative zu überzeugen. Gerade der Schienenverkehr im ländlichen Raum ist aber oft sehr schwer zu organisieren, da man sich mit Anschlusszügen in mehreren Städten koordinieren muss.



Moderation Jens Marco Scherf (Kreisrat + Kreisvorsitzender in Miltenberg), Gerd Hutterer (Geschäftsführer Westfrankenbahn) und Toni (v.l.)

 

Freitag, 28.09.07.:

Marktredwitz

Besuch der ökologischen Bildungsstätte Hohenberg a.d. Eger zusammen mit Elisabeth Scharfenberg. Hier werden schon die Kleinsten an die Begriffe Ökologie und Toleranz herangeführt!


Abendveranstaltung zum Thema B 303 Neu („Fichtelgebirgsautobahn“) in Thiersheim. Ein Thema, das die Menschen im Fichtelgebirge zusammen bringt: der Widerstand gegen die so genannte Fichtelgebirgsautobahn! Um die Mautgebühren auf den angrenzenden Autobahnen zu umgehen wählen viele Brummifahrer die Strecke durch das Fichtelgebirge. Daher wird von Straßenbefürwortern ein Neubau der B303 gefordert. Doch egal, wo die Strecke dieser B303 Neu, die eigentlich mehr Autobahn als Bundesstraße wäre, durchlaufen würde, sie würde in jedem Fall immer einzelne Orte im Fichtelgebirge zerstören. Als mögliche Lösung plädierte Toni für eine Einführung von Mautgebühren, um damit die LKWs wieder auf die umliegenden Autobahnen zu bringen.



(v.l. Toni, Brigitte Artmann (Kreisrätin) und Nanne Wienands (Sprecherin BI Fichtelgebirgsautobahn))

 

Samstag, 29.09.07.:

Pappenheim

Toni nahm dort mit seiner Kollegin im Bundestag, Nicole Maisch, an einer Fachtagung zum Nachhaltigen Tourismus teil. Diese Fachtagung wurde organisiert vom LAK Ökologie. Teilnehmer waren unter anderem Referenten von Bund Naturschutz, Naturfreunde, Tourismusverband Altmühltal, CIPRA u.a.
Bei herrlichstem Wanderwetter zeigte sich das Altmühltal in seiner ganzen herbstlichen Pracht. Da durfte natürlich die Frage nicht zu kurz kommen, wie man solche Kleinode verkehrlich am Besten erschließt.


Cham

Am Spätnachmittag stand die letzte Veranstaltung der Tour auf dem Programm, ein Besuch beim KV Cham, dem Landkreis, dem es gelungen ist, ohne Autobahn und ohne Regionalflughafen eine sehr gute Arbeitsmarktsituation hinzukriegen. Zu Gast waren auch zwei JournalistInnen der örtlichen Zeitungen, die vor allem zur Bahnprivatisierung vieles wissen wollten. Im Nachgang zu deren Berichterstattung gab es noch einen heftigen medialen Schlagabtausch mit den örtlichen MdBs, wobei sich der CSU-Abgeordnete im Gegensatz zu seiner Kollegin von der SPD als recht gut informiert zeigte.

Presseberichte von der Tour finden Sie hier:
Main Post, 21.09.2007 " Hofreiter über Transrapid und Globalisierung "
Swex.de, Schweinfurt, 21.09.2007 "Grüne diskutieren über Globalisierung"
Mainpost.de, 23.09.2007 " Hofreiter interessiert die Bahnstrecke "
Neumarkter Nachrichten, 24.09.2007 " Grüner Besuch "
Frankenpost, 27.09.07 " Disskusion Über B303 neu "
Main Post, 28.09.2007 " Personenverkehr seit 1987 weg "
Main Post, 28.09.2007 " IG setzt jetzt auf die Schiene " Holzverlagerung " "
Coburg NP, 29.07.2007 " Status Quo ist nicht gefährdet "
Mittelbayerische Zeitung, 01.01.2007 " Legen etwa euere Abgeordneten euere eigenen Bahnstrecken still? "
Main Echo, 01.10.2007 " Bahn und Fahrrad als Alternative "
Chamer Zeitung, 01.10.2007 " Bahn muss beim Staat bleiben "
Frankenpost, 04.10.2007 " Datenautobahn statt Straßenkilometer "

 
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