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Dokumentation
Faltblatt
PPP Public Private Partnership - Hohe Risiken und geringer Nutzen für Kommunen und Steuerzahler
Für Kinder
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Kinderportal des Deutschen Bundestages

ÖPP - Öffentlich Private Partnerschaft

Öffentlich Private Partnerschaft ist eine neue Form der Finanzierung öffentlicher Investitionen. Nicht der Staat baut z.B. eine Schule, sondern ein privater Investor, der die Schule dann an den Staat vermietet. Die Bundesregierung will ÖPP durch gesetzliche Vorgaben erleichtern. Befürworter des ÖPP erhoffen sich Kosteneinsparungen angesichts klammer öffentlicher Kassen. Von Effizienzgewinnen um 10% ist die Rede.

Trotzdem ist Vorsicht geboten:

„ÖPP ist hochproblematisch und für die Kommune riskant. Bislang sind nur gescheiterte Beispiele bekannt.“

Toni Hofreiter

  • Die Rechnungshöfe warnen vor langfristigen Risiken des ÖPP. ÖPP sei keine zus ätzliche Finanzierungsquelle.
  • ÖPP-Verträge sind hochkomplex. Weder Verwaltung noch Ratsmitglieder haben die Möglichkeit, sich adäquat mit der Materie zu beschäftigen.
  • Effizienzvorteile werden durch niedrigere Löhne erzielt und oft durch Kapitalkosten überkompensiert.

Das ist bei ÖPP stets zu beachten:

  • ÖPP-Vorhaben sind keine neue Geldquelle! Für überschuldete Kommunen muss ÖPP tabu sein.
  • ÖPP muss sorgfältig und realistisch hinsichtlich der Chancen und Risiken bewertet werden.
  • Effizienz- und Kostenvorteile sind exakt und glaubhaft nachzuweisen
  • Zins- und Tilgungslasten über die Vertragsdauer sind klar auszuweisen und mit konventionellen Kreditfinanzierungen zu vergleichen
  • Projektrisiken sind zwischen öffentlichem und privatem Partner fair aufzuteilen
  • Vergaberechtliche Aspekte müssen auch bei ÖPP-Projekten gewahrt bleiben.
  • Es muss sicher gestellt sein, dass die Gemeinwohlaufgabe der öffentlichen Hand (z.B. Sozialtarife) durch die Vertragsgestaltung nicht beeinträchtigt wird.
  • Prüfungsmöglichkeiten durch Rechnungshöfe und Kommunalaufsicht m üssen gewahrt bleiben.

 

Anschaulich zusammengestellte Informationen finden Sie in unserem Faltblatt.

Detaillierte Informationen zur Wirtschaftlichkeit von A-Modellen im Bundesfernstraßenbau


Weitere Informationen auf externen Seiten:

http://www.ppp-projektdatenbank.de/
http://www.kommunal-ist-optimal.de/index.php/PPP
http://www.ppp.bayern.de/ (Seite der Bayer. Staatsregierung)

 

ALLGEMEINE INFOS ZUM THEMA
DatumTitel
16.09.2010
Presseartikel:
PPP im Straßenbau
15.05.2009
Hintergrundinfo:
Wirtschaftlichkeit des A-Modells
Text von Matthias Rögele, Praktikant
01.10.2008
Antrag / Anfrage:
Betreibermodells für den mehrstreifigen Autobahnausbau (A-Modell)
18.01.2007
Positionspapier:
ÖPP Öffentlich Private Partnerschaft (PPP)
Rechnungshöfe warnen: hohe Risiken für Kommunen und Steuerzahler
15.12.2005
Hintergrundinfo:
Public Private Partnership PPP
Einführung (aus: Wikipedia) und Schriftwechsel mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken

 

AKTUELLE DOKUMENTE
DatumTitel
15.12.2011
Pressemitteilung:
Zweiter S-Bahn-Tunnel München als PPP-Projekt völliger Unsinn
01.10.2011
Presseartikel:
Private Finanzierung im Straßenbau
Bericht und Interview im russischen Fernsehsender NTW
29.06.2011
Antrag / Anfrage:
F-Modell-Projekt Autobahn 281 - Weserquerung
Antwort der Bundesregierung
14.02.2011
Antrag / Anfrage:
Zukunft der Mauterhebung auf bundesdeutschen Fernstraßen
Kleine Anfrage und Antwort der Bundesregierung
16.09.2010
Presseartikel:
PPP im Straßenbau
06.07.2010
Diverses:
ÖPP Deutschland AG
07.12.2009
Pressemitteilung:
PPP – Keine Gelddruckmaschine für knappe Kassen!
02.12.2009
Antrag / Anfrage:
Wirtschaftlichkeit von A-Modellen im Bundesautobahnbau
Mündliche Fragen und Antworten der Bundesregierung

 

DOKUMENTE DER WAHLPERIODE 2005-2009
DatumTitel

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