Interview mit Herrn Dr. Toni Hofreiter MdB
Aktion gegen SUV
Fahrradverkehr
Unsere Ziele:
- Mehr Fahrradverkehr:
Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Da es auch das preiswerteste ist, ist die Förderung des Fahrrads auch die effizienteste Art des Klimaschutzes.
- Bessere Vernetzung zwischen Fahrrad und ÖPNV bzw.
Bahn:
Durch eine bessere Vernetzung durch Fahrradabstellanlagen an Haltepunkten und Fahrradmitnahme gewinnen beide Verkehrsmittel. Die Fahrradmitnahme im Fernverkehr der DB ist ausbaufähig.
- Nationalen Radverkehrsplan umsetzen:
Der unter rot-grün 2002 verabschiedete Nationale Radverkehrsplan enthält eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs.
Radfahren hat viele Vorteile
Radfahren ist preiswert. Das gilt für Nutzer und die Infrastrukturbereitstellung
gleichermaßen. Die Mobilitätskosten für Radfahrer sind
sehr gering. Radverkehrsförderung ist preiswerter als die Förderung
jedes anderen Verkehrsmittels.
Radfahren ist umweltfreundlich und leistet somit einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität, da es leise ist und keine Schadstoffe in die Luft ausstößt. Es verringert die Abhängigkeit vom Öl.
Radfahren ist stadtverträglich, weil es wenig Platz beansprucht. Das Rad lässt sich gut mit dem öffentlichen Verkehr verknüpfen. Radfahren ist gesund, weil es für körperliche Bewegung sorgt und viele Sinne anreizt. Das Fahrrad ist ein Wirtschaftsfaktor, nicht nur für die Hersteller und das Zweiradgewerbe, sondern insbesondere auch für das einheimische Tourismusgewerbe, denn Radtourismus in Deutschland ist "in" und sorgt für Milliardenumsätze. Fahrradfreundlichkeit ist daher auch ein touristisch bedeutsamer Standortfaktor. Radfahren macht nicht zuletzt Spaß und ist für viele Wege zudem das schnellste Verkehrsmittel.
Potenzial nicht ausgereizt
Trotz all der genannten Vorteile könnte mehr Fahrrad gefahren werden.
Das Potenzial des Radverkehrs in Deutschland ist bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Das zeigt die Fahrradnutzung in unseren Nachbarländern Niederlande
und Dänemark. Das zeigt aber auch der hohe Anteil der Fahrradnutzung
in deutschen Städten wie Erlangen, Freiburg oder Münster im
Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe und Topographie.
Für die Nichtausnutzung des Potenzials gibt es viele Gründe.
Das Fahrrad als Verkehrsmittel wird in Politik und Verwaltung häufig
noch unterschätzt, obwohl es in etwa denselben Anteil am Verkehrsaufkommen
wie der öffentliche Personennahverkehr hat. Andere Verkehrsträger
genießen bei politischen Entscheidungen oft Vorrang. Kommunen
begründen das langsame Tempo des Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur
mit Verweis auf ihre desolate Haushaltslage. Fördergesetze sind
auf das Auto und den öffentlichen Verkehr ausgerichtet. Die Koordination
der unterschiedlichen Verantwortlichen für den Radverkehr ist nicht
optimal. Die Radverkehrsinfrastruktur ist in vielen Regionen und Kommunen
in Deutschland nicht ausreichend. Ein deutschlandweites, touristisches
Radroutennetz (D-Netz) ist noch immer nicht umgesetzt. Vernünftige,
wettergeschützte sowie diebstahl- und vandalismussichere Fahrradabstellmöglichkeiten
sind eher die Ausnahme als die Regel. Selbst an neu gebauten Bahnhöfen
mangelt es daran. Flächen für Radverkehrsanlagen werden häufig
nicht zur Verfügung gestellt, wenn es beispielsweise Konflikte
mit dem Autoverkehr gibt. Teilweise schreckt auch die Qualität
vorhandener Radverkehrsanlagen ab. Winterdienst für den Radverkehr
ist nicht überall bekannt. Aufgrund des starken Autoverkehrs in
Städten und fehlender Radverkehrsinfrastruktur fühlen sich
Radfahrer oft unsicher. Das vorhandene Fahrrad wird von vielen gerade
im Alltagsverkehr daher kaum genutzt. Eltern verbieten ihren Kindern
wegen der Gefahren das Radfahren. Das Geschwindigkeitsniveau der Autos
ist zu hoch. Mitnahmeregelungen im öffentlichen Verkehr fehlen
teilweise. Die Tarif- und Beförderungsbedingungen der Verkehrsunternehmen
zur Fahrradmitnahme sind uneinheitlich und für Radfahrer häufig
nicht zu durchschauen.
| ALLGEMEINE INFOS ZUM THEMA | |
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| Datum | Titel |
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Bericht: Die Straßenverkehrsordnung auf dem Prüfstand: Mehr Sicherheit für den Fuß- und Fahrradverkehr Grünes Fachgespräch vom 23.06.2008 in Berlin - Bericht |
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| 27.06.2007 |
Hintergrundinfo: Fahrradmitnahme im Fernverkehr |
| 15.05.2007 |
Hintergrundinfo: Nationaler Radverkehrsplan |
| AKTUELLE DOKUMENTE | |
|---|---|
| Datum | Titel |
| 25.11.2009 |
Antrag / Anfrage: Fahrradmitnahme im ICE Mündliche Frage und Antwort der Bundesregierung |
| DOKUMENTE DER WAHLPERIODE 2005-2009 | |
|---|---|
| Datum | Titel |
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Sie können auf folgenden externen Links mehr erfahren:
- Internetportal zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans
- Förderfibel Radverkehr - Übersicht über Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung
- Aktivitäten der Bundesregierung zum Radverkehr
- Nationaler Radverkehrsplan 2002-2012 FahrRad! - Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland
- Bericht der Bundesregierung über Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
- Modellvorhaben "Fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt"
















