Online-Petition
Eingabe an den Bayerischen Landtag zur geplanten 3. Start- und Landebahn am Flughafen im Erdinger Moos
EINLADUNG
Vom Wutbürger zur MutbürgerIn
Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg
10. März 2012, 10.30-16.00 Uhr
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Fahrradverkehr

Unsere Ziele:

  • Mehr Fahrradverkehr:
    Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Da es auch das preiswerteste ist, ist die Förderung des Fahrrads auch die effizienteste Art des Klimaschutzes.
  • Bessere Vernetzung zwischen Fahrrad und ÖPNV bzw. Bahn:
    Durch eine bessere Vernetzung durch Fahrradabstellanlagen an Haltepunkten und Fahrradmitnahme gewinnen beide Verkehrsmittel. Die Fahrradmitnahme im Fernverkehr der DB ist ausbaufähig.
  • Nationalen Radverkehrsplan umsetzen:
    Der unter rot-grün 2002 verabschiedete Nationale Radverkehrsplan enthält eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs.

Radfahren hat viele Vorteile
Radfahren ist preiswert. Das gilt für Nutzer und die Infrastrukturbereitstellung gleichermaßen. Die Mobilitätskosten für Radfahrer sind sehr gering. Radverkehrsförderung ist preiswerter als die Förderung jedes anderen Verkehrsmittels.

Radfahren ist umweltfreundlich und leistet somit einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität, da es leise ist und keine Schadstoffe in die Luft ausstößt. Es verringert die Abhängigkeit vom Öl.

Radfahren ist stadtverträglich, weil es wenig Platz beansprucht. Das Rad lässt sich gut mit dem öffentlichen Verkehr verknüpfen. Radfahren ist gesund, weil es für körperliche Bewegung sorgt und viele Sinne anreizt. Das Fahrrad ist ein Wirtschaftsfaktor, nicht nur für die Hersteller und das Zweiradgewerbe, sondern insbesondere auch für das einheimische Tourismusgewerbe, denn Radtourismus in Deutschland ist "in" und sorgt für Milliardenumsätze. Fahrradfreundlichkeit ist daher auch ein touristisch bedeutsamer Standortfaktor. Radfahren macht nicht zuletzt Spaß und ist für viele Wege zudem das schnellste Verkehrsmittel.

Potenzial nicht ausgereizt
Trotz all der genannten Vorteile könnte mehr Fahrrad gefahren werden. Das Potenzial des Radverkehrs in Deutschland ist bei Weitem nicht ausgeschöpft. Das zeigt die Fahrradnutzung in unseren Nachbarländern Niederlande und Dänemark. Das zeigt aber auch der hohe Anteil der Fahrradnutzung in deutschen Städten wie Erlangen, Freiburg oder Münster im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe und Topographie. Für die Nichtausnutzung des Potenzials gibt es viele Gründe. Das Fahrrad als Verkehrsmittel wird in Politik und Verwaltung häufig noch unterschätzt, obwohl es in etwa denselben Anteil am Verkehrsaufkommen wie der öffentliche Personennahverkehr hat. Andere Verkehrsträger genießen bei politischen Entscheidungen oft Vorrang. Kommunen begründen das langsame Tempo des Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur mit Verweis auf ihre desolate Haushaltslage. Fördergesetze sind auf das Auto und den öffentlichen Verkehr ausgerichtet. Die Koordination der unterschiedlichen Verantwortlichen für den Radverkehr ist nicht optimal. Die Radverkehrsinfrastruktur ist in vielen Regionen und Kommunen in Deutschland nicht ausreichend. Ein deutschlandweites, touristisches Radroutennetz (D-Netz) ist noch immer nicht umgesetzt. Vernünftige, wettergeschützte sowie diebstahl- und vandalismussichere Fahrradabstellmöglichkeiten sind eher die Ausnahme als die Regel. Selbst an neu gebauten Bahnhöfen mangelt es daran. Flächen für Radverkehrsanlagen werden häufig nicht zur Verfügung gestellt, wenn es beispielsweise Konflikte mit dem Autoverkehr gibt. Teilweise schreckt auch die Qualität vorhandener Radverkehrsanlagen ab. Winterdienst für den Radverkehr ist nicht überall bekannt. Aufgrund des starken Autoverkehrs in Städten und fehlender Radverkehrsinfrastruktur fühlen sich Radfahrer oft unsicher. Das vorhandene Fahrrad wird von vielen gerade im Alltagsverkehr daher kaum genutzt. Eltern verbieten ihren Kindern wegen der Gefahren das Radfahren. Das Geschwindigkeitsniveau der Autos ist zu hoch. Mitnahmeregelungen im öffentlichen Verkehr fehlen teilweise. Die Tarif- und Beförderungsbedingungen der Verkehrsunternehmen zur Fahrradmitnahme sind uneinheitlich und für Radfahrer häufig nicht zu durchschauen.

 

ALLGEMEINE INFOS ZUM THEMA
DatumTitel
23.06.2008
Bericht:
Die Straßenverkehrsordnung auf dem Prüfstand: Mehr Sicherheit für den Fuß- und Fahrradverkehr
Grünes Fachgespräch vom 23.06.2008 in Berlin - Bericht
26.10.2007
Diverses:
Fahrradverkehr
27.06.2007
Diverses:
Fahrradmitnahme im Fernverkehr
15.05.2007
Diverses:
Nationaler Radverkehrsplan

 

AKTUELLE DOKUMENTE
DatumTitel
10.04.2011
Presseartikel:
Kritik an Ramsauers Fahrradpolitik
greenpeace magazin, 10.04.2011
02.11.2010
Pressemitteilung:
Bundesregierung stoppt Pilotprojekte zur Fahrradmitnahme im ICE
Bahn verweist auf Wettbewerber, die es gar nicht gibt
30.09.2010
Presseartikel:
Mehr Menschen aufs Rad bringen
(Artikel im Traunreuter Anzeiger / Chiemgau online vom 30.09.2010)
25.11.2009
Antrag / Anfrage:
Fahrradmitnahme im ICE
Mündliche Frage und Antwort der Bundesregierung

 

DOKUMENTE DER WAHLPERIODE 2005-2009
DatumTitel

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