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Die Donau ist eine Bundeswasserstraße und deshalb ist es die Angelegenheit des Bundes, über Ausbaumaßnahmen zu entscheiden. Der Bundestag hat 2002 auf Initiative der Grünen entschieden, den Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen umweltverträglich ohne Staustufen in der so genannten Variante A auszubauen.Die CSU besteht darauf, dass das Einvernehmen Bayerns beim Donauausbau eingeholt werden muss und verhindert durch verschiedene Maßnahmen seitdem, dass dieser Bundestagsbeschluss umgesetzt wird. So wurde die Regierung von Niederbayern beauftragt, ein Raumordnungsverfahren für mehrere Varianten durchzuführen und kam nicht überraschend zum Ergebnis, dass nur ein Ausbau mit Staustufen in der Variante C/C 280) der Raumplanung gerecht werde. Damit herrscht Uneinigkeit zwischen Bund und Bayern und es passiert vorerst nichts.
Nach der Landtagswahl 2008 konnte die FDP, die sich vorher gegen
Staustufen ausgesprochen hatte, ihren Willen nicht durchsetzen.
Nun soll ein weiteres variantenunabhängiges Gutachten für
33 Mio Euro in Auftrag gegeben werden, das von der EU kofinanziert
werden soll. Entscheidend wird der Ausgang der Bundestagswahl 2009
sein, denn dann wird der Bundestag entweder seinen Beschluss von
2002 aufrecht erhalten, oder revidieren. Auf die FDP darf dabei
keine allzu große Hoffung gelegt werden.
Grüne Position
Die Grünen lehnen den staugestützten Donauausbau ab.
Der Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen ist einer der letzten
frei fließenden Flussabschnitte in Deutschland und ein ökologisches
Kleinod. Das Isarmündungsgebiet wird auch als bayerischer
Amazonas bezeichnet und bietet Lebensraum für unzählige
Tier- und Pflanzenarten.
Mit der Schaffung von Staustufen würde die natürliche
Grundwasserschwankung wegfallen und damit den Lebensraum Auwald
gefährden.
Der wirtschaftliche Vorteil eines staugestützten Ausbaus liegt einzig und allein bei den Massengutfrachtern, die nicht den LKWs, sondern der Schiene Konkurrenz machen. Wir fordern, dass die Schiffe den Flüssen und nicht die Flüsse den Schiffen angepasst werden.
Weiterführende Links
www.bn-Deggendorf.de
www.lbv.de
Parlamentarische Initiativen:
Toni ist Mitglied im Vorstand der Parlamentariergruppe „Frei Fließende Flüsse“












