mit Agnes Krumwiede und Toni Hofreiter
Der Bericht zur 3. Straßenkonferenz vom 19.11.2011
Bericht zum Fachgespräch barrierefreie Mobilität am 12.12.2011
Green New Deal
Die Ampellinis - Verkehrssicherheit für Kinder
Initiative „Mehr wissen! Mehr tun!“
Mehr Infos...
Nahversorgung und Nahmobilitt in der Praxis
mehr Infos...
Spurwechsel
„Wir sind jung und haben ein Bedürfnis nach Mobilität!“
„Wir wollen die Mobilität von morgen und für morgen“
Mehr Infos...
Euer schönes Leben kotzt mich an! - Ein Umweltroman aus dem Jahr 2015
Mehr Infos...
Buchbesprechung von Steffi Leisenheimer
Interview mit Herrn Dr. Toni Hofreiter MdB
Mehr zum Thema SUV
Straßenbauprojekte
A99 Südumgehung
Sachstand
Die Planungen für einen geschlossenen Autobahnring rund um München
reichen bis in die 1930er Jahre zurück. Beginnend in den 1970er Jahren
wurde die A 99 vom Autobahnkreuz München-Süd im Osten, Norden
und Westen um München herum gebaut und mit den Autobahnen A 8, A 9
und A 92, A 94 und A 96 verbunden.
Der A 99-Südring wurde 1975 aufgegeben und 1981 aus dem Bundesfernstraßenplan
gestrichen. Doch als die CSU in der Stoiber-Ära begann, größenwahnsinnig
zu werden, wurde das Projekt wieder ausgegraben und von der bayerischen
Staatsregierung in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 geschleust. Doch
auf Betreiben der Grünen gelang es der rot-grünen Mehrheit im
Jahr 2004, den A 99-Südring aus dem ausschlaggebenden Bedarfsplan
zum Fernstraßenausbaugesetz zu streichen. Die CSU ließ nicht
locker, und die Staatsregierung vergab 2006 eine Machbarkeitsstudie zum
Autobahn-Südring. Das bedeutete: 660.000 Euro Steuergelder rausgeschmissen
nur um eine Autobahn zu prüfen, wofür bereits per Bundesgesetz „Kein
Bedarf“ festgestellt worden war.


(Quelle: 3. Zwischenbericht Machbarkeitsstudie)
Grüne Position
Der A99-Südring ist verkehrlich nicht notwendig. Selbst der damalige Präsident der Autobahndirektion Woltereck hielt den Direktverkehr von der Salzburger zur Lindauer Autobahn für überschaubar. Für den Münchner Norden und Osten brächte die Schließung des Autbahnrings keine Entlastung, wie vielfach, auch von der SPD, behauptet wird. Der Grundsatz: „wer Straßen sät wird Verkehr ernten“ gilt auch hier. Neue Straßenkapazitäten, inbesondere im Ballungsraum, erzeugen neuen Verkehr, bis die Kapazitäten wieder erschöpft sind. Die Garmischer Autobahn A 95 ist sozusagen die Ausflugsautobahn des Ballungsraums München, sie hat praktisch keine Bedeutung für den Fernverkehr und muss daher auch nicht zwingend an den Autobahnring angebunden werden.
In ökologischer Hinsicht ist das Projekt ein Desaster. Der Autobahn-Südring bedroht nicht nur 5 Mio qm Wald mit einmaligen Natur- und Erholungsgebieten wie Würmtal und Isartal. Er zerschneidet und entwertet auch weitere Lebensräume durch Lärm und Abgase. Er verstärkt den Siedlungsdruck und verursacht zusätzlichen Verkehr. Die Raumwiderstandsanalysen der bisherigen Zwischenberichte der Machbarkeitsstudie beschreiben den Raum bei genauer Lesart als unpassierbar. Die Autobahn ist weder mit dem Isartal noch mit den hochwertigen Naturräumen in den Wäldern vereinbar.
Die Kostenschätzungen im 3. Zwischenbericht der Machbarkeitsstudie
schwanken zwischen 400 Mio. und 1,4 Mrd. Euro, je nach Variante. Die rein
oberirdische "Billigvariante" für kaum zu glaubende 400
Mio. Euro ist zugleich die umweltschädlichste. Man fragt sich, ob
damit ahnungslose Haushaltspolitiker überzeugt werden sollen? Abgesehen
davon, dass die üblichen Kostensteigerungen noch dazu kommen würden,
ist jeder Euro für eine Autobahn südlich München in welcher
Variante auch immer eine Fehlinvestition! Angesichts des riesigen Wartungsrückstands
bei bestehenden Bundesfernstraßen und den Finanzierungsschwierigkeiten
des Bundes wäre der A99-Südring ein auch finanziell unverantwortbares
Vorhaben.
Weiterführende Links
BIs gegen den Südring:www.kein-suedring.de
www.bb-sd.de/autobahn.htm
Autobahndirektion
www.abdsb.bayern.de/projekte/ auf
dieser Seite sind auch die Zwischenberichte zur Machbarkeitsstudie
zu finden.











