Kultur und Mobilität: beides schafft Verbindungen!
Bayern-Tour vom 14.-18. Mai 2012
mit Agnes Krumwiede und Toni Hofreiter
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Schienenwegebauprojekte

Regio-S-Bahn-Augsburg

Sachstand:

Das Projekt der Regio-S-Bahn Augsburg will die einzelnen Regionalbahnlinien im Augsburger Verkehrsverbund AVV miteinander zu einem S-Bahn-Netz verknüpfen, das die Verkehrssituation im gesamten Großraum Augsburg verbessert. Mittelpunkt soll die „Mobilitätsdrehscheibe“ Augsburger Hauptbahnhof werden.

Mit einem attraktiven S-Bahn-Verkehr mit kurzem Takt (15/30-Minutentakt) soll ähnlich den Großräumen München und Nürnberg Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden.

2007 konnte mit der Einführung eines Regio-Schienentaktes sowie dem 15-Minutentakt auf der Strecke nach Bobingen ein erster Schritt vollzogen werden.
Die weitere Ausweitung hängt am mehrgleisigen Ausbau einzelner Teilstrecken v. a. zwischen Augsburg-Gessertshausen-Dinkelscherben und Augsburg-Meitingen. Da diese Vorhaben im aktuellen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aus dem Jahr 2003 nicht enthalten sind, kann der Bund derzeit hier nicht investieren. Erst 2015 ist mit einem neuen Bundesverkehrswegeplan zu rechnen. Aufgrund der chronischen Unterfinanzierung der Verkehrsinvestitionen des Bundes ist jedoch zu befürchten, dass auch nach 2015 noch viel Zeit vergehen könnte, bis die für den S-Bahn-Betrieb in Augsburg erforderlichen Gleisanlagen errichtet werden. Jedoch stehen Bayern - unabhängig vom BVWP - nach § 8 Abs. 2 Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG) jedes Jahr ca. 25 Mio. EUR für den Nahverkehrs-Schienenbau zur Verfügung, wobei der Freistaat sich direkt mit der DB einigt, was mit diesen Mitteln gebaut werden soll. Trotzdem hat sich um die Finanzierung der Investitionen ein langjähriges Tauziehen zwischen Bayern und dem Bund entwickelt. Der Freistaat schiebt die Zuständigkeit alleine auf den Bund, der Bund verweist auf die Zuständigkeit des Freistaats für den Nahverkehr.

 

Grüne Position:

Die S-Bahn für Augsburg gehört zu den wichtigsten Nahverkehrsprojekten in Bayern. Für den ganzen Großraum Augsburg brächte das Projekt ein erhebliches Potenzial an Verkehrsverlagerung auf die Schiene, eine deutliche Verbesserung der Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger und eine Vielzahl weiterer ökonomischer und verkehrlicher Vorteile.
In den Großräumen München und Nürnberg bildet die S-Bahn das Rückgrat der Mobilität und ist das bestimmende Element in der Raum- und Stadtentwicklung. Die Großräume Nürnberg und München wären ohne S-Bahn nicht denkbar und längst dem Verkehrskollaps erlegen.
Die Grünen fordern, das Ping-Pong-Spiel zwischen den Bund und Freistaat zu beenden. Anstatt weiterhin seine Zuständigkeit zu bestreiten, muss sich der Freistaat nun endlich, vor allem finanziell, für den Nahverkehr im Raum Augsburg engagieren und zwar in gleicher Weise wie er es in München und Nürnberg getan hat.

 

Mehr zum Thema:

www.gruene-augsburgland.de unter „Service“ und Neuigkeiten unter „Presse“

 

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