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Schienenwegebauprojekte
Regio-S-Bahn-Augsburg
Sachstand:
Das Projekt der Regio-S-Bahn Augsburg will die einzelnen Regionalbahnlinien
im Augsburger Verkehrsverbund AVV miteinander zu einem S-Bahn-Netz verknüpfen,
das die Verkehrssituation im gesamten Großraum Augsburg verbessert.
Mittelpunkt soll die „Mobilitätsdrehscheibe“ Augsburger
Hauptbahnhof werden.
Mit einem attraktiven S-Bahn-Verkehr mit kurzem Takt (15/30-Minutentakt)
soll ähnlich den Großräumen München und Nürnberg
Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden.
2007 konnte mit der Einführung eines Regio-Schienentaktes sowie dem
15-Minutentakt auf der Strecke nach Bobingen ein erster Schritt vollzogen
werden.
Die weitere Ausweitung hängt am mehrgleisigen Ausbau einzelner Teilstrecken
v. a. zwischen Augsburg-Gessertshausen-Dinkelscherben und Augsburg-Meitingen.
Da diese Vorhaben im aktuellen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aus dem Jahr
2003 nicht enthalten sind, kann der Bund derzeit hier nicht investieren.
Erst 2015 ist mit einem neuen Bundesverkehrswegeplan zu rechnen. Aufgrund
der chronischen Unterfinanzierung der Verkehrsinvestitionen des Bundes
ist jedoch zu befürchten, dass auch nach 2015 noch viel Zeit vergehen
könnte, bis die für den S-Bahn-Betrieb in Augsburg erforderlichen
Gleisanlagen errichtet werden. Jedoch stehen Bayern - unabhängig vom
BVWP - nach § 8 Abs. 2 Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG) jedes
Jahr ca. 25 Mio. EUR für den Nahverkehrs-Schienenbau zur Verfügung,
wobei der Freistaat sich direkt mit der DB einigt, was mit diesen Mitteln
gebaut werden soll. Trotzdem hat sich um die Finanzierung der Investitionen
ein langjähriges Tauziehen zwischen Bayern und dem Bund entwickelt.
Der Freistaat schiebt die Zuständigkeit alleine auf den Bund, der
Bund verweist auf die Zuständigkeit des Freistaats für den Nahverkehr.
Grüne Position:
Die S-Bahn für Augsburg gehört zu den wichtigsten Nahverkehrsprojekten
in Bayern. Für den ganzen Großraum Augsburg brächte das Projekt
ein erhebliches Potenzial an Verkehrsverlagerung auf die Schiene, eine deutliche
Verbesserung der Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger und
eine Vielzahl weiterer ökonomischer und verkehrlicher Vorteile.
In den Großräumen München und Nürnberg bildet die S-Bahn
das Rückgrat der Mobilität und ist das bestimmende Element in der
Raum- und Stadtentwicklung. Die Großräume Nürnberg und München
wären ohne S-Bahn nicht denkbar und längst dem Verkehrskollaps
erlegen.
Die Grünen fordern, das Ping-Pong-Spiel zwischen den Bund und Freistaat
zu beenden. Anstatt weiterhin seine Zuständigkeit zu bestreiten, muss
sich der Freistaat nun endlich, vor allem finanziell, für den Nahverkehr
im Raum Augsburg engagieren und zwar in gleicher Weise wie er es in München
und Nürnberg getan hat.
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