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Pressemitteilung vom 19.01.2010

ICE Trasse Nürnberg-Erfurt vor dem Aus?

Nach einem von der Frankfurter Rundschau veröffentlichen Geheimpapier sind etliche Schienenprojekte vom Aus bedroht, zumindest wenn der Haushalt, wie im Koalitionsvertrag bereits vereinbart, noch einmal drastisch gekürzt wird. Um die angespannte Finanzlage für Schienenprojekte weiter zu verschärfen, plant das Verkehrsministerium alle Gelder, die mit der LKW Maut eingenommen werden, zusätzlich in den Straßenbau zu stecken – damit wird schnell klar, dass die Streichliste aller Wahrscheinlichkeit nach, zu einem regelrechten Streichkonzert ausartet.

Für den Raum Nürnberg bedeutet das, dass die ICE Trasse nach Erfurt wohl bald in die Kategorie unvollendete Bauruinen einzuordnen sein wird, wenn nicht ganz schnell der weitere Bau der ICE Strecke gestoppt wird, oder aber endlich mal vernünftige Lösungen und Streckenführungen gesucht werden.

„Vor diesem Hintergrund, ist es schon fast eine Frechheit, dass Verkehrsminister Ramsauer öffentlich erklärt, er wolle die Schiene massiv ausbauen, um den wachsenden Güterverkehr auf die Bahn zu verlagern. Er tat dies in dem Wissen, dass die Schiene hoffnungslos unterfinanziert ist; denn bereits Ende November hatte Bahnchef Grube dem Verkehrsministerium offensichtlich die jetzt bekannt gewordene Liste vorgelegt“, so der grüne verkehrspolitische Sprecher Toni Hofreiter.

Herr Ramsauer muss jetzt klar Farbe bekennen: Welche Projekte haben Priorität, von welchen will er sich verabschieden, wie viel Geld soll mittelfristig für den Neu- und Ausbau der Schiene zur Verfügung stehen und wie will er die mittlerweile sogar von unserem Bundespräsidenten so vehement geforderte Verkehrswende schaffen.

Der Minister muss endlich handeln, statt nur zu reden!

Die Streichliste findet sich hier: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2213152


 

 

 

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