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Gratulation: CSU entdeckt den Flächenverbrauch
Täglich werden in Bayern 16 Hektar Freifläche für Straßen und Siedlungen verbraucht. Damit steht der Freistaat Bayern an der Spitze der alten Bundesländer.
Bisher hat diese Tatsache die CSU kaum gestört. Im Gegenteil, wenn es um den Neubau von Autobahnen oder die Ausweisung von Gewerbegebieten ging, hatten CSU-Politiker bisher keine Probleme mit dem damit verbundenen Flächenverbrauch.
Nun hat sich auch die CSU auf ihrer Klausur dieses Themas angenommen. Als Flächenräuber wurden ausgerechnet Freiflächen-Fotovoltaikanlagen angeprangert. Der Verlust wertvollen Ackerlands schmerzt die CSU anscheinend derart, dass sie das Baurecht verändern will.
„Natürlich muss mit diesen Solarfeldern sorgsam umgegangen werden“, sagt Toni Hofreiter, Mitglied der Grünen im deutschen Bundestag. Auch die Grünen wollen in erster Linie die Dächer mit Fotovoltaikanlagen bestücken. Da gäbe es zum Beispiel noch viele Dächer auf öffentlichen Gebäuden, die sich hervorragend für eine Sonnenenergienutzung eignen würden.
„Wenn aber die CSU nun auf einmal zum Kampf gegen den Flächenverbrauch aufruft, sollte sie zuerst einmal beim Straßenbau und bei der ausufernden Zersiedelung der Landschaft anfangen“, so Hofreiter. Sonst ist alles Gerede über die Bewahrung der wertvollen Böden nur scheinheilig und leeres Gerede.
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