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Antrag / Anfrage vom 01.07.2009

Donauausbau: Wirtschaftlichkeit von Abladetiefen und Veränderungen bei Tonnagen
Mündliche Fragen und Antworten der Bundesregierung. Auszug aus dem Plenarprotkoll der 229. Sitzung

Antwort der Parl. Staatssekretärin Karin Roth auf die Frage des Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) (Drucksache 16/13569, Frage 25):

Gibt es unterschiedliche Bewertungen der Wirtschaftlich­keit von Abladetiefen bei deutschen Binnengewässern insbe­sondere in der Betrachtung von Donau und Elbe, und wie wird diese unterschiedliche Bewertung begründet?

Die Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Ablade­tiefen bei erwogenen Ausbauprojekten erfolgt nach glei­chen Maßstäben, denn alle Ausbaumaßnahmen werden einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung nach der ein­heitlichen Methodik der Bundesverkehrswegeplanung unterzogen. Hierbei werden den erforderlichen Investi­tionskosten alle resultierenden Wirkungen als positive und negative Nutzen gegenübergestellt. Auch wenn die zugrunde liegende Bewertungsmethode und die Bewer­tungsmaßstäbe gleich sind, kann sich für verschiedene Projekte entsprechend der jeweiligen Randbedingungen ein jeweils anderer Projektumfang als optimal heraus­stellen.
Unabhängig von diesen grundlegenden Zusammen­hängen ist anzumerken, dass für die Binnenelbe gemäß Beschluss der Bundesregierung lediglich die bereits frü­her vorhandenen Fahrrinnentiefen durch Unterhaltungs­maßnahmen dauerhaft gewährleistet werden. An der Binnenelbe stellt sich demnach die Frage einer Bewer­tung von Ausbauinvestitionen und den daraus resultie­renden Abladetiefen nicht.



Antwort der Parl. Staatssekretärin Karin Roth auf die Frage des Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) (Drucksache 16/13569, Frage 26):

Wie hat sich die binnenschiffgeeignete Tonnage der Lkw in den Jahren zwischen 2002 und 2007 nach der europäischen Lkw-Güterverkehrsstatistik vor allem unter Berücksichtigung der Massengüter entwickelt, und wie bewertet die Bundes­regierung diese Entwicklung in Bezug auf die Notwendigkeit des Donauausbaus?

Die Wirtschaftlichkeit von erwogenen Ausbauvarian­ten für den Donauabschnitt Straubing–Vilshofen ist maß­geblich von den erzielbaren Transportkostenreduzierun­gen durch größere Abladetiefen abhängig. Hierbei geht unter anderem das künftige Transportaufkommen nach Projektrealisierung auf den relevanten Transportrelatio­nen ein. Aus der in der Fragestellung genannten „bin­nenschiffgeeigneten Tonnage der Lkw in den Jahren zwischen 2002 und 2007 nach der europäischen Lkw-Statistik“ lässt sich keine Begründung für oder gegen eine erwogene Ausbauvariante ableiten.

 

 

 

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