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Pressemitteilung vom 25.10.2007

Tourismusbeauftragter Hinsken ist grandiose Fehlbesetzung

Zu den Äußerungen des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Ernst Hinsken, über den Donauausbau erklärt Dr. Toni Hofreiter, Mitglied der Grünen im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags:

Die Äußerungen des „Tourismusbeauftragen“ der Bundesregierung, Ernst Hinsken, werden immer abstruser. Nun warne er schon davor, das Donautal als Weltkultur- und Naturerbe auszuzeichnen. Schließlich seien damit weitere Ausbaumaßnahmen für die Wirtschaft gefährdet, so Hinsken.
„Der Tourismusexperte kann sich wohl nicht vorstellen, welche einzigartige Chance das Donautal mit dieser Auszeichnung erhalten hätte“, meint dazu Dr. Hofreiter. Stattdessen wird eine Flusskreuzfahrt beschworen, die den Ausbau der Donau brauche. „Herr Hinsken hat da vermutlich etwas verwechselt“, meint Hofreiter. Denn ein Ausflugsschiff habe nicht den Tiefgang, dass man dafür die Donau ausbaggern müsste. „Und was an einer gestauten Donau im Betonkorsett so reizvoll sein soll, dass man damit die Kreuzfahrtschiffe anlocken könnte, ist mir auch schleierhaft“.

Immer wieder werde auch die besonders umweltfreundliche Beförderung mit Binnenschiffen ins Feld geführt. Dabei habe das Umweltbundesamt schon 2005 festgestellt, dass die Bahn wesentlich umweltfreundlicher transportiere als das Schiff. Vor allem verbrauche die Bahn nur etwa halb so viel Energie, meint der grüne Abgeordnete. Was die Stickoxid-Belastung angehe, sei die Binnenschifffahrt sogar schädlicher als der Lkw-Verkehr. Schließlich empfiehlt Hofreiter dem CSU-Abgeordneten einen Blick in den Raumordnungsbescheid der Bezirksregierung. Denn sogar dort werde von erheblichen Beeinträchtigungen naturschutzfachlicher Schutzgüter gesprochen.

„Was wir stärken müssen, ist die Bahn und nicht das Schiff. Die Mengen, die auf dem RMD-Kanal bei günstigsten Bedingungen transportiert werden können, sind marginal im Vergleich zur Leistungsfähigkeit der Bahn. Fatal wäre aber die enorme Umweltzerstörung durch Staustufen, die unumkehrbar seien. Es wäre also die eigentliche Aufgabe eines Tourismusbeauftragten, auf diese Folgen hinzuweisen und nicht irgendwelche wirtschaftlichen Zusammenhänge zu konstruieren.

 

 

 

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