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Pressemitteilung vom 26.04.2007

TÜV: "Transrapid hat keine Wintertauglichkeit"
- TÜV-Gutachten vom Januar 2006 liegt nun vor
- Bundesregierung bestätigte gestern: es gibt keine besonderen Vorkehrungen gegen Schnee und Eis.
- sinnloser Antrag der FDP in morgiger Sitzung.

Der TÜV hat im Januar 2006 auf der Transrapid-Versuchsstrecke Emsland festgestellt, dass der später verunklückte Transrapid keine Wintertauglichkeit hatte. Dies geht aus einem nun vorliegendem Besprechungsprotokoll der TÜV-Arbeitsgemeinschaft Versuchsanlage Magnetbahn Emsland vom 18.01.2006 hervor.
Dr. Toni Hofreiter, Obmann der Grünen im Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestags: "Schon bei den milden Wintern im küstennahen Emsland besitzt der Transrapid keine Wintertauglichkeit. Hier in Südbayern würde die Magnetbahn noch mit weit härteren Wintern konfrontiert werden. In München fällt in den meisten Wintern mehrmals vor allem nachts eine dicke Schneedecke. Exponierte Flächen wie der in mehreren Metern Höhe verlaufende Fahrweg des Transrapid kann in kürzester Zeit vereisen. Im subtropischen Schanghai mag er frostfrei schweben, für München ist die Technik untauglich."
TÜV-Protokoll: (PDF)

Die Bundesregierung beantwortete im Plenum des Deutschen Bundestages gestern eine mündliche Frage des Abgeordneten Dr. Toni Hofreiter hinsichtlich der Wintertauglichkeit des Transrapids ausweichend.
Dr. Toni Hofreiter: "Aus der Aussage des Staatssekretärs Großmann schließe ich, dass die Bundesregierung darauf hofft, dass es in der Nacht in München künftig nicht mehr schneien wird. Großmann sagte, die Bundesregierung vertraue auf die 'Selbsträumeigenschaft' während des Betriebs im 10-Minuten-Takt. In Teilen der Nacht soll die Magnetbahn jedoch zum Glück der Anwohner nicht fahren. Fakt ist, dass für den Einsatz des Transrapid im rauhen Winterklima Oberbayerns keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden. Offensichtlich will man im laufenden Betrieb zum Leidwesen der Fahrgäste experimentieren und auf Kosten der Steuerzahler später nachrüsten."
Protokoll der Mündlichen Frage im Plenum des Deutschen Bundestages: (PDF)

Die FDP versucht am morgigen Freitag mit einem sinnlosen Antrag im Deutschen Bundestag die Finanzierung des Münchner Transrapid-Projektes anzuschieben.
Dr. Toni Hofreiter: "Offensichtlich hat sich in der FDP noch niemand mit dem Projekt intensiver auseinander gesetzt. Anders ist nicht zu erklären, warum die Oppositionspartei für das verkehrspolitisch und industriepolitisch kontraproduktive Projekt Steuergelder in Milliardenhöhe zum Fenster hinaus werfen will. Ganz anders als die FDP fordern die Grünen den sofortigen Stopp der Planungen."
FDP-Antrag: (PDF)

 

 

 

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